Pro Choice Festl

Pro Choice Festl 25.7.2020

Von 14:00 bis 18:00 Uhr veranstalteten wir am Mozartplatz ein Pro-Choice-Festl: neben einem Infotisch mit aktuellen Broschüren rund um das Thema Schwangerschaftsabbruch, aktuelle Ereignisse und Kämpfe gab es feministischen Mund-Nasen-Schutz. Zur Unterhaltung gab es Kinderprogramm. Das ganze wurde mit Musik und Redebeiträgen zu verbreiteten Abtreibungsmythen untermalt. In den Jahren zuvor gab es am 25.7. einen, von fundamentalistischen AbtreibungsgenerInnen organisierten “1000 Kreuze Marsch”. Seit 12 Jahren feiern wir das Erste Mal die Abwesenheit der Fundis und ihrer sexistischen Propagande.

Ob Kinder oder keine entscheiden wir alleine!

Alerta feminista!

Recherche zu Christian Fiala

“Dieser Beitrag soll einen genaueren Blick auf die „Evidenz“ in der „Initiative für evidenzbasierte Coronainformation“ rund um Gynäkologen DDr. Christian Fiala ermöglichen, einen unvollständigen Einblick bieten, was diese und ähnliche Zusammenschlüsse mit Rechtsextremen und Antisemitismus zu tun haben und Abschließend einen kleinen Überblick in die „Szene“ der „Coronaleugner“ in Österreich geben.”

Unter folgenden Links findet ihr eine Recherche zu diesem Thmea von der autonomen antifa wien und einen Beitrag von Kirsten Achtelik und Judith Goetz der in der Zeitung “Analyse und Kritk” erschienen ist.

https://www.akweb.de/ak_s/ak660/25.htm

Verschwörungstheoretiker_innen, „Coronarebellen“, Antisemitismus und ein Gynäkologe

#AbortionInCrisis

Schwangerschaftsabbruch in der Krise

Warum der Kleiderbügel?
Der Kleiderbügel ist weltweit ein Symbol der Pro Choice-Bewegung geworden. Er dient(e) vielen Menschen als Abtreibungswerkzeug – oft mit tödlichen Folgen. Noch immer sterben jedes Jahr tausende ungewollt Schwangere, weil sie keinen Zugang zu legalen und sicheren Schwangerschaftsabbrüchen haben.

Die Geschichte zeigt: Abtreibungen hat es immer gegeben und wird es immer geben – unabhängig von staatlichen Verboten und religiösen Diskursen.
Wir als Gesellschaft können beeinflussen unter welchen Bedingungen Menschen einen Abbruch durchführen können. Niemand darf derart unter Druck geraten, dass der einzige Weg eine ungewollte Schwangerschaft zu beenden, der Gang zu nicht fachgerecht ausgebildeten Personen in “Hinterhof” Kliniken ist.

#AbortionInCrisis

#FeministAsHell

Aktionstage

Anlässlich des Internationalen Tages für Frauengesundheit am 28. Mai und Pfingsten als christliches Hochfest, startet das Feminist As Hell Bündnis, ein Zusammenschluss verschiedener Pro Choice Gruppen in Deutschland, Österreich und der Schweiz, Aktionstage unter dem Motto „Abortion in Crisis – Schwangerschaftsabbruch in der Krise“.

Im Zuge der Aktionstage vom 28. Mai bis 1. Juni 2020 machen wir auf die schwierige Situation ungewollt schwangerer Menschen aufmerksam. Denn trotz jahrelanger Kämpfe wird die Versorgungslage immer schlechter. Mit verantwortlich dafür sind Konservative, (extrem) Rechte oder auch christlich fundamentalistische Akteur*innen, die sich gegen das Recht auf sicheren und legalen Schwangerschaftsabbruch stellen. Auch diese nimmt das Bündnis im Zuge der Aktionstage in den Fokus.

Wir werden in Salzburg in den kommenden Tagen Flyer in der Stadt verteilen zum Thema “Schwangerschaftsabbruch in der Krise”

#FeministAsHell

#AbortionInCrisis

Covid 19 und Schwangerschaftsabbruch

Covid-19 und Schwangerschaftsabbruch

Reiseverbote, fiananzielle Not, Abhängigkeit von Dritten, die zur Klinik begleiten – der Zugang zu Schwangerschaftsabbrüchen ist in der Krise zusätzlich erschwert. Ungewollt Schwangere aus Bundesländern mit schlechter Versorgung haben neben der schon bestehenden sozialen und finanziellen Hürden (Euro 560,- bis 1000,-) momentan das Problem, schwer in die besser versorgten Städte gelangen zukönnen. Viele haben in der letzten Zeit ihr Einkommen teilweise oder ganz verloren.

Gewaltverhältnisse in der Beziehung und sozialer Druck können es nötig machen, den Abbruch geheim zu halten.

Als Aktivist_innengruppe können wir diese Probleme zwar nicht beheben. Wenn ihr aber einen Abbruch plant und Unterstützung benötigt, können wir gemeinsam überlegen, was möglich ist.Das mag finanzielle Unterstützung einnerhalb eines gewissen Rahmens, Begleitung zu Klinik oder Information zur Beratungsstellenauswahl sein.

Meldet euch unter unserer Email Adresse:

prochoice-sbg@systemli.org

Den Open PGP Key für

verschlüsselte Mails findet ihr unter Kontakt

13.12.19 Aufruf zur solidarischen Prozessbegleitung

Kommt zum Prozess!

Am 13.12. findet ein Prozess gegen eine Person statt, die sich am 25.7.2019 an der Blockade des 1000 Kreuze Marsches beteiligte. Der Vorwurf lautet versuchte Widerstand gegen die Staatsgewalt. Kommt zum Prozess und zeigt euch solidarisch.

Datum:13.12.2019

Uhrzeit: 11:00

Ort: Rudolfsplatz 2, 5020 Salzburg (Verhandlungssaal 201)

Post von der Polizei? Meldet euch!

Falls ihr für euer feministisches Engagement am 25. 7. 2019 eine Anzeige kassiert habt: ihr seid nicht allein!

Über 30 Leute wurden bei den Pro-Choice-Aktionen gegen den 1000-Kreuze-Marsch in Salzburg wegen Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz angezeigt.

Das bedeutet, dass irgendwann in den nächsten Wochen ein gelber Zettel in eurem Postkastl liegen könnte, und ihr einen eingeschriebenen Brief von den Bullen mit dem Titel “Strafverfügung” bekommt. Dabei gehts um eine Verwaltungsübertretung, also sowas wie ein Strafzettel.

Wir empfehlen, einen Einspruch zu machen und Akteneinsicht zu beantragen. Infos dazu gibt es auf der Website des Rechtsifokollektiv Wien.

Falls ihr einen solchen Zettel bekommt, meldet euch bei uns. Schreibt uns an prochoice_sbg@systemli.org. Hier erfahrt ihr, wie ihr als ersten Schritt auf diesen Brief antwortet. Unseren PGP-Key für verschlüsselte Mails bekommt ihr hier.

Wir werden mit der Repression kollektiv und solidarisch umgehen, denn feministischer Protest lässt sich nicht verbieten!

Bericht über die Pro Choice Demo und anschließende Aktionen anlässlich des christlich-fundamentalistischen „1000 Kreuze Marsches“ in Salzburg

Am Donnerstag den 25. Juli 2019 fanden in Salzburg vielseitige Proteste gegen den von HLI und Euro Pro Life veranstalteten sogenannten „1000 Kreuze Marsch“ statt, bei dem christlich fundamentalistische AbtreibungsgegnerInnen gegen das Recht auf Selbstbestimmung und einen freien Zugang zu Schwangerschaftsabbruch weiße Holzkreuze durch die Stadt tragen.
Der Tag begann mit der Pro Choice Demo am Hauptbahnhof um 11.30 Uhr, bei der sich über 170 Menschen einfanden, um für einen freien und anonymen Zugang zu Schwangerschaftsabbrüchen, Selbstbestimmung, geschlechtliche Vielfalt und gegen die Instrumentalisierung von Menschen mit Behinderung zu demonstrieren. Auch aus anderen Städten waren Aktivist_innen angereist um an der Demo teilzunehmen. Zwei Aktivistinnen aus Deutschland wurden an der Anreise gehindert und in Freilassing festgehalten.
Gegen 12.00 Uhr ging die Demo über die Rainerstraße und Franz- Joseph Straße in die Linzergasse, wo ein Redebeitrag vor der Kirche der Petrus Brüder abgehalten wurde. Diese fallen immer wieder durch Antisemitismus und antifeministischen Ideologien auf. Danach ging der Demozug durch die gut besuchte Linzergasse bis zum Platzl, wo die Abschlusskundgebung mit einem Redebeitrag zu Selbstbestimmung und dem Recht auf Abtreibung in leichter Sprache endete. Dem Aufruf zum anschließenden Blockieren des „1000 Kreuze Marsches“ folgte ein Großteil der Demo. Um 14.30 Uhr fanden sie sich am Mozartplatz ein, wo an die 70 Fundis gerade ihren „Gebetszug“ starten wollten. Sie wurden mit Parolen, Trillerpfeiffen, Transpis und Plakaten daran gehindert ihre fundamentalistischen Propaganda hör und sichtbar zu machen. Schon nach 20 Metern, als der „Gebetszug“ , von Pro Choice Aktivist_innen begleitet, in die Kaigasse einbog, wurden sie erfolgreich blockiert. Über 30 Aktivist_innen sperrten die Straße mit Transparenten und stellten sich den Fundis lautstark in den Weg. Mindestens eine halbe Stunde stand der „Gebetszug“ still und wurde mit Parolen und Lärm beschallt. Daraufhin kesselte die Polizei die erste Blockade und die Fundis mussten die Route ändern und zurückgehen. Auch hierbei wurden sie stetig von Pro Choice Aktivist_innen begleitet.
Auf der Karolinenbrücke hatten die Fundis geplant Rosen für die „ungeborenen Kinder“ in die Salzach zu werfen. Dort gab es eine weitere Blockade, die sie daran hinderte ihre ultra religiöse „Zeremonie“ abzuhalten. Durch den lautstarken aktivistischen Widerstand, wurden die Fundis aus der Stadt gedrängt. Die „Rosen Zeremonie“ konnte nur in einer Ecke des Volksgarten Parks stattfinden. Um dorthin zu gelangen musste die Polizei die Blockade gewaltsam wegschieben.
Auch im Volksgarten blieben sie nicht ungestört. Zu ihrem eigenen Schutz musste die Polizei die fundamentalistische Schlusskundgebung einkesseln um weitere Störungen zu vermeiden. Während die Fundis ihre „Rosen Zeremonie“ abhielten wurden sie über eine Stunde von Pro Choice Aktivist_innen mit lauten Gesang aus einem „Anarcha-Feministischen Gebetsbuch“ übertönt. Umgedichtete Kirchenlieder wie „Freiheit unser du heißt Feminismus“ sollen Ihnen noch lange im Ohr bleiben.
An die 30 Personen wurden während der ganzen Zeit in der Kaigasse festgehalten und einzeln aus dem Kessel gezogen, um ihre Identität festzustellen. Viele von ihnen wurden daraufhin auch ins Polizeianhaltezentrum gebracht. Als nur noch wenige Leute im Kessel waren kam es zu einer Auseinandersetzung mit der Polizei, bei der eine Person von mehreren Polizisten zu Boden gerissen und fixiert wurde. Eine weitere Person soll laut der Polizei einen Polizisten niedergerannt haben und ihr droht dadurch eine Anzeige wegen Widerstand. Sie wurden ebenfalls ins Polizeianhaltezentrum gebracht.
Dort warteten bereits über 30 Aktivist_innen solidarisch auf die Gefangenen mit Essen, Kuchen und kalten Getränken. Gegen 19.30 Uhr wurden die letzten Aktivist_innen freigelassen. Allen Blockadeteilnehmer_innen wird nicht-Einhaltung des 50 Meter Sicherheitsabstandes zum „1000 Kreuze Marsch“ vorgeworfen.
Das heißt für uns: wir werden bald Geld benötigen, denn wir lassen keine Person mit ihrer Repression alleine. Wenn ihr die Möglichkeit habt, stellt doch eine Soli Kasse für die Repressionskosten auf. Macht ein Solikonzert, fragt eure Oma um Geld oder plündert „andere Geldquellen“.
Für die Leute, die selber von Repression im Zuge der Pro Choice Proteste betroffen sind: Ihr seid nicht allein! Bei rechtlichen Fragen wendet euch vertrauensvoll an die Rechtshilfe. Jeden 1. und 3. Montag im Monat ab 19 Uhr in der Ulrike-Gschwandtner-Straße 5 (ARGEkultur), 1. Stock gleich rechts.
Falls ihr sonst irgendwie Unterstützung braucht könnt ihr euch auch gerne bei unsern lokalen linken Strukturen melden. Zum Beispiel im Infoladen, der Autonomen Wohnfabrik, dem Anna 96 und im Sub. Kommenden Donnerstag, den 1. August von 18-22.00 Uhr habt ihr die Möglichkeit ins Atelier, Elisabethstraße 11 zu kommen, falls ihr Redebedarf habt. Vorfälle mit der Polizei können psychisch belastend sein. Wir lassen euch auch damit auf keinen Fall alleine.
Nach der Demo ist vor der Demo: der nächste „Marsch fürs Lebens“ der Fundis in Salzburg ist für den Herbst angekündigt. Natürlich nicht ohne unseren Widerstand. Meldet euch, wenn ihr mit uns gegen diese fundamentalistische, antifeministische und reaktionäre Propaganda kämpfen wollt. Es ist dringend notwendig.
Auch jeden 1. Samstag im Monat brauchen wir Unterstützung. An diesen Tagen beten die Fundis vor dem Landeskrankenhaus, in dem auch Schwangerschaftsabbrüche durchgeführt werden. An ihnen müssen ungewollt Schwangere vorbei die sich für einen Schwangerschaftsabbruch entschieden haben. Auch wir sind mit Transparanten vor Ort. Wir werden nicht aufhören, solange sie ihr antifeministisches Weltbild verbreiten. Dazu braucht es noch größeren und lauteren Protest. Darum kommt doch um 9 Uhr an jedem ersten Samstag im Monat vor das Landeskrankenhaus.
Stay tuned. Aktuelles und mehr Infos auf unserem Blog:
prochoicesbg.noblogs.org

Denn: Pro Choice is Ois!